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Gewalt in Beziehungen 

Leider gibt es Gewalt zwischen Menschen. In der Gesellschaft ganz allgemein, in Familien, in der Erziehung – und leider auch in vielen Partnerschaften. Sogar in Liebesbeziehungen.

Signifikant ist: Am Ende jeder Gewaltspirale steht meist ein Mann.

 

  Die Formen von Gewalt sind vielschichtig. Jene Gewalt, über die am meisten diskutiert wird, ist die physische Gewalt. Aber es gibt auch bedeutend subtilere Formen, wie verbale oder auch psychische Gewalt.

 

  Hört man auf Forschungsergebnisse aus der Psychologie, so zählen systematische Kränkungen und persönliche Herabwürdigung zu den

am stärksten wirksamen Formen, welchen das Potential zuerkannt wird, letztlich auch zu körperlicher Gewalt auszuarten – in Bluttaten und gemeinen Mord.       

  Als Initiative zur „Versöhnung bzw. ‚Vertöchterung‘ zwischen allen Geschlechtern“ ist uns wichtig, zu klären: Jede getötete Frau ist eine Tote zu viel. Solche Verbrechen sind für alle Frauen und die Angehörigen zutiefst bitter, bis verbitternd. Und vermutlich auch für die meisten Männer im Land. Sowie für ihr gesellschaftlich desaströses Männerbild („Tätergeschlecht“ – siehe weiter unten).

 

​Thema – Femizid

Zurzeit wird es in unserer Gesellschaft vermehrt Usus, derartige Beziehungsverbrechen mit tödlichem Ausgang generalisierend als „Femizide“ zu bezeichnen. Dies ist in unseren Augen eine sprachlich krass missbräuchliche Verwendung. Bedenken wir nur, wofür man den juristischen Begrifflich „Genozid“ dereinst (nach dem 2. Weltkrieg) formuliert und festgesetzt hat!? Da ging es dezidiert darum, solche Bluttaten und Morde speziell zu ächten: Systematische, meist aus ideologischer Verirrung begangene Verbrechen an Menschen, die man persönlich zumeist gar nicht kannte. Dies nenn man seither „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“.

 

   Man will wohl gesellschaftlich aufrütteln. Befeuert allerdings durch die missbräuchlich verallgemeinernde Handhabung dieses Begriffs, primär den inflationär wirkenden Katastrophismus. Das wiederum schwächt aber leider zentrale und kulturell ursprünglichere Begriffe – wie z.B. „Genozid“. – So beobachtet man die zunehmende Verharmlosung auf der einen Seite sowie Diskriminierung auf der anderen als fragwürdige Folgen.

 

  Für uns von twogether.wien stellt De-Eskalation das dringlichste Anliegen dar, um davon ausgehend Gemeinsamkeiten zwischen den Geschlechtern zu stärken sowie einen kraftvollen Empathie-Impuls zwischen ihnen zu initiieren. Einen von Versöhnung / „Vertöchterung“ getragenen. Dafür aber ist diese sprachlich hergestellte Parallele („Femizid – Genozid“) für Bluttaten mit Todesfolgen in Beziehungen wenig förderlich und stellt u. E. vielmehr eine deutlich ideologisch motivierte und in kauf genommene Diskriminierung dar und durch die teilweise vorsätzlich missbräuchliche Verwendung eine bewusst (oder auch unbewusst) gesetzte Verhetzung.

 

  Ja, eine Diskussion über „Femizid oder kein Femizid“ macht auch keine der Frauen wieder lebendig. Und dennoch erachten wir die klare und sachgemäße Anwendung des Begriffs „Femizid“ als gesellschaftlich essentiell und wesentlich. Denn: Nachhaltigen Frieden unter den Geschlechtern sowie in Partnerschaften wird es nur dann geben, wenn Versöhnung, Vertrauen und Wohlwollen weiter gestärkt werden. Die Verwendung des Begriffs „Femizid“, im von uns oben angesprochenen Zusammenhang (Beziehungsverbrechen & Affekt) leistet den Geschlechtern und ihrer Versöhnung jedenfalls keinen nachhaltig guten Dienst. – Jede/r von uns trägt seinen / ihren Opfer- & Täteranteil in sich. Und wir alle bilden gemeinsam die Gesellschaft. Eine jedoch, wo Opfer- & Tätergeschlecht explizit, in voneinander getrennte und komplementäre Gruppen-Zugehörigkeiten aufgeteilt werden. Derartige Projektionen und Zuordnungen sind nicht zeitgemäß und sollen u. E. daher nicht weiter genährt werden.

 

  Was es gegenwärtig braucht, sind präventive Übungsprogramme

für erfolgreiche Copiing-Strategien – für BEIDE Geschlechter – sowie 

„ERSTE HILFE“ im Vorfeld psychisch-existenzieller Ausnahmezustände – statt Wegschauen oder verbaler Vor-Verurteilungen. 

                                                                            

  Bitte helfen Sie, welche Sie diese Seite nun lesen, die Anwendung dieses Begriffs im persönlichen Gespräch / in den Medien etc. nicht missbräuchlich zu setzen, bzw. weisen Sie darauf hin und bringen Sie sich zugunsten des sozialen Friedens zwischen den Geschlechtern, ein. Weisen auch Sie künftig darauf hin, was ein „Femizid“ ist und erheben Sie friedlich aber bestimmt Ihr Wort, wo mit diesem Begriff ideologisch oder grob missbräuchlich umgegangen, bzw. ein Keil zwischen die Geschlechter getrieben wird. 

  Alles braucht gegenseitige Achtung. Denn: „Es gibt nur EIN Boot!“ –

Wir sitzen alle im selben, EINEN Boot!

 

Mit freundlichen Grüßen und unserem herzlichen Dank,

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Men4Women, Women4Men – HUMANS4HUMANS

P.S.: Wenn Dich unsere inhaltliche Begründung zur Beschwerde an den österreichischen Verfassungsgerichtshof (VfGH) vom 17. Juli 2023 interessiert, klick auf dieses Foto unten:

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