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 Bonding in den ersten 3 Jahren: Fremdbetreuung kann elterliche   Fürsorglichkeit nicht ersetzen.  

 
 

Individuell beurteilte, gesetzliche

Krippen-Reife (analog zur Schul-Reife) sowie medizinisch-psychologische 

Standards (Betreuungsschlüssel) für

Babykrippen sind unverzichtbar.“ 

    (Aus: Manifest von twogether.wien /2022 )

In welcher Sicht ALLE Expert/innen heute übereinstimmen, ist die Tatsache, dass "frühkindliche Bindung" existenziell entscheidend ist für die Entwicklung JEDES Kindes. Wir wissen, es gibt heute die Notwendigkeit von Fremdbetreuung. – Und die gab es immer schon. In Zeiten der Großfamilien haben dies meist die Großeltern als nahe Bezugspersonen geleistet.

Was zurzeit in der BRD / in Österreich politisch erstritten werden will, ist das persönliche Grundrecht für jedes Kind auf Fremdbetreuung ab dem dritten Monat “.

Bei allem Verständnis für schwierig Unabdingbares:

Welches Kind will 

"flächendeckende Fremdbetreuung" ?

 

Eines ist wohl klar:

Es müssen ANDERE sozio-politische Möglichkeiten

gefunden werden, um die zeitgenössische Arbeitswelt mit

kindgemäßer Baby-Betreuung (bis zum 3. Jahr)

auf gesunde Weise unter einen Hut zu bringen! – Denn:  Weder kommt der Strom „aus-derSteckdose“, noch kann Fremdbetreuung „aus-dem-Hut-gezaubert“ werden. 

Die heutige Realität besagt, dass in Deutschland zurzeit bis 2025 300.000 bis 500.000 Mitarbeiter/innen fehlen – je nachdem,

ob die „Betreuungsschlüssel“ verbessert werden oder nicht.)

 

Warum aber ist das – vor allem bei "Daycare" Krippen – so schwierig?! 

Von der Job-Fluktuation auf diesem Arbeitsfeld ganz zu schweigen!

 

Haben Sie sich selbst 'mal gefragt, ob Sie imstande wären, 6-8linge zu betreuen?!

 

(6-8-linge als Analogie bildet die reale Situation in unseren Babykrippen durchaus treffend ab, wird aber aus Gründen  eines einseitigen Lobbying oft ignoriert oder schön-geredet.

Nicht jedoch von Kinderpsychiatern und Pädagogen. Ihre langjährigen Forderungen lassen aber politisch bisher noch wenig aufhorchen ...)

Hier nun entwicklungs-psychologische und medizinische Forschungsberichte über dieses enscheidende Thema.

Nicht immer sind sie in ihren Aussagen eindeutig.

Worüber allerdings Klarheit herrscht:

Kinder sind oftmals hoch gestresst 

und Betreuer/innen bis an die Grenzen überfordert. 

So bezeichneten bereits VOR Corona allein 70% der dort in Deutschland Tätigen Betreuer/innen ihre Arbeitsbelastungen als akut gesundheits-gefährdend “.

 (DKLK-Studien /  Deutscher Kitaleitungskongress 2019/20

 

Viel an gesammeltem Datenmaterial sowie an ErfahrungsberichtenTests und Langzeit-Untersuchungen

stehen diesbezüglich heute zur Verfügung. Vor allem aus den Neurowissenschaften und der Kinderpsychiatrie. Aber auch von Expert/innen vorort, den mit dem Krippen-Alltag befassten Erzieher/innen. Ihre Vertretung spricht von der Dringlichkeit einer WENDE IN DER FRÜHBETREUUNG “.

(Siehe: https://wende-in-der-fruehbetreuung.com/?lang=en)

Exemplarisch nun einige Studien

sowie namhafte Stimmen aus der Wissenschaft und seriöse Medienberichte:

Zunächst ein Beitrag der FAZ (https://www.univie.ac.at/wiki-projekt/texte/frankfurter_allgemeine_april_12.pdf).

Bereits 2012 wird hier auf zwei Großstudien bzgl. Fremdbetreuung hingewiesen. – Eine aus den USA (National Institute of Child Health and Development – NICHD), eine andere aus Kanada, die gemeinsam von Ökonomen und Medizinern durchgeführt wurde (National Longitudinal Survey of Children and Youth – NLSCY). Beide Längsschnitts-Studien kommen zu entsprechenden Resultaten bei früherkindlicher Fremdbetreuung: 

Fazit auf Kinderseite: Zunahme von Hyperaktivität, Unaufmerksamkeit, Aggressivität, eine Verschlechterung sozialer und motorischer Kompetenzen und eine Verschlechterung des Gesundheitszustands, hauptsächlich in Form vermehrter Infektionserkrankungen.

Fazit auf Elternseite: „Verschlechterung aller Eltern-Kind- Interaktionsparameter, u.a. eine Zunahme feindseliger und inkonsistenter Erziehung, schlechtere, elterliche psychische Gesundheit (u.a. vermehrte mütterliche Depression) und geringere Beziehungszufriedenheit der Frauen.

(Aus: www.fachportal-bildung-und-seelische-gesundheit)

 

... und nun zur Hauptproblematik:

"STRESS – DAS UNTERSCHÄTZTE PROBLEM FRÜHKINDLICHER BETREUUNG"

(Aus: www.fachportal-bildung-und-seelische-gesundheit.de)

Der Verfasser des Berichts, Dr. Rainer Böhm, Facharzt für  Kinder-  und Jugendmedizin sowie Leiter des Sozialpädiatrischen Zentrums Zentrums am Krankenhaus Bielefeld-Bethel, schreibt:

Die erste Studie zum Cortisol-Tagesprofil von Krippenkindern wurde Ende der 1990er Jahre in den USA durchgeführt. Zur Überraschung der Autoren fand sich trotz hoher Betreuungsqualität bei der Mehrheit der Kinder ein kontinuierlicher Anstieg des Cortisols zum Nachmittag hin, mithin eine Umkehrung des normalen Verlaufs und der Nachweis einer chronischen Stressbelastung. Diese Ergebnisse konnten auch in einer späteren Meta-Analyse bestätigt werden und zeigen, dass die Stressbelastung für ein ganztägig betreutes Krippenkind durchschnittlich deutlich höher liegt als für einen erwerbstätigen Erwachsenen. ... Nach früher und umfangreicher Krippenbetreuung kann dies noch im Alter von 15 Jahren nachgewiesen werden (NICHD-Studie), quasi als Stress-Narbe'. Die Stresshormon-Werte sind ein untrügliches Zeichen. Und er zitiert Elizabeth Blackburn, australische Molekularbiologin, Nobelpreisträgerin für Medizin, die sich mit „biologischer Voralterung" durch Stress befasst: Die Lebensumstände spielen eine wichtige Rolle, vor allem chronischer Stress. ... Besonders tiefe Spuren im Zellkern scheinen die frühen Belastungen zu hinterlassen.

 Damit macht das Ergebnis eines sehr klar:  wie dringend es ist,  Kinder zu schützen.

(Aus: www.zeit.de/2012/16/Gespraech-Blackburn-Klein)

Wie aber können wir dies heutzutage

verantwortlich lösen? 

 

Hier der Link zur UN-Kinderrechtskonvention.

Die Charta wurde u.a. auch von allen EU-Staaten unterzeichnet und weist 5 essenziell unterschiedliche Prinzipien auf:

1. das Recht auf Gleichbehandlung und Schutz;

2. das Prinzip, vom Vorrang des Kindeswohls; 

3. die Sicherung von Entwicklungschancen;  

  4. die Achtung vor der Meinung des Kindes; 

 5. die Berücksichtigung des Kindeswillens.

Hier meine abschließende Frage:​

Was würde sich ein KIND

von uns wünschen ...?

 
 
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Einige Interview & Videos zum Thema Kleinkind & Bindung 

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(Die Seiten von "Fakten/Bücher/Presse" werden von uns in der nächsten Zeit konsequent ergänzt und erweitert. Solltet Du selbst uns interessantes Material zur Verfügung stellen wollen, werden wir es prüfen und gegebenenfalls verwenden.)

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