• LinkedIn - Weiß, Kreis,

Wie sieht es aus mit
Gender-Chancengleichheit in
Erziehung & Bildung?!

Chancengleichheit will für alle Geschlechter 
auf jeder Ebene gewährleistet sein. 


   twogether wien!   
Es gibt nur EIN Boot!

Kennst Du die gegenwärtigen Entwicklungen 
bezüglich der Bildungsmisere von Jungs?

Wie war / ist es möglich, dass sich

die Bildungssituation in nur zwei Generationen
völlig unerwartet exakt ins Gegenteil verkehrt hat?
Und: Wie konnten diese krassen Veränderungen (fast)
unbemerkt von einer breiten Öffentlichkeit stattfinden?
Warum gibt es kaum Informationen in den Medien? 
Warum findet kein öffentlicher Diskurs statt?
 
Nachhaltig betrachtet kann sich dies nur
zu Ungunsten BEIDER Geschlechter auswirken! – 
Inwiefern?!
Wir von twogether.wien sehen dies so:

1.) ist Bildungs-Chancengleichheit für Jungs die effizienteste
Gewaltprävention zugunsten der Gesamt­­gesellschaft. Und: 
2.) werden künftig jene hochgebildeten Frauen

kaum noch jene entwickelten und gebildeten Männer finden,
welche sie für ihre Partnerschaft wünschen. Und:

3.) ist es aktuell entscheidend, junge Männer,
welche sich 
in ihren Bildung-Chancen abgewertet erleben,
zu fördern und von Seiten der Politik zu unterstützen,
bevor sie "ihr Heil" wieder vermehrt in traditionellen,
alten Formen suchen und sich derartig orientieren.
Dies würde WEDER ihnen NOCH den Frauen dienen!  

Die hier vorgestellten Daten & Fakten stammen u.a. von der Statistik Austria, 
aus Publikationen des Unterrichtsministeriums oder von Unis und ihren Fachleuten.


Es zahlt sich aus,
über diese unbekannten Entwicklungen
Bescheid zu wissen. –
 
Für Frauen wie Männer, 
für Mütter wie Väter.
Vor allem aber
 
für unsere Kinder & Enkelkinder,
ob Mädels oder Jungs!



... und – los geht's:
 

 

Es war in den 1970-er Jahren, als ...
 

Johanna Dohnal, die erste Frauenministerin Österreichs, sich der Herausforderung gleicher Bildungschancen – für Frauen – annahm. ​(1975-1995). In einem bewegenden Interview
spricht sie mit dem Journalisten Peter Huemer, über ihr damaliges Engagement, aber auch
über ihre Sorgen die Zukunft betreffend. Bezug nehmend auf den Anstieg von weiblichen Studierenden während ihrer Amtszeit an Österreichs Unis – 
von 34% (1975) auf 49% (1995).
Also vorbildliches Halbe-Halbe – sagte die Ministerin damals (2001). (Klick auf ihr Foto!) 

 

 
Bildschirmfoto 2022-04-22 um 13.56.20.png

Zitat Dohnal: „Das ist deswegen so wichtig,
weil das auch Vorbilder waren. Und das wurde
als politisches Programm auch als Vorbild hingestellt.
Wenn sich das nun ins Gegenteil verkehrt, dann weiß ich nicht –
ich kann’s ja nicht abschätzten, aber ich befürchte,
dass dann die Bilder – die die Mädchen, die heute in den Schulen sitzen, bekommen – andere sind.
  (Interview, ab Min. 1:28)


Das Kuriose:
 

Was Johanna Dohnal 2001 befürchtete, trat bereits wenige Jahre später ein: Die ausgewogenen Bildungschancen für Frauen & Männer an den Unis (aber nicht nur dort), gehörten bereits wieder der Vergangenheit an. Allerdings gerade umgekehrt als von der Ministerin einst befürchtet: Denn heute gibt es an der zahlenmäßig größten Universität im deutschen Sprachraum – der Universität Wien – nur knapp 30% männliche Abschlüsse (BA, MA, Diplom) und im Gesamten gesehen ca. 40%. Bloß, WAS würde diese hoch integre Ministerin dazu wohl heute sagen?! Und: Welche Bilder haben Jungs, die heute in der Schule sitzen, wenn sie hören, lesen oder auch erleben, dass „die-Zukunft-weiblich ist“  ...?  

 

Hier findest Du die zugehörigen Daten & Fakten.
Ich fasse sie an dieser Stelle knapp in 5 Punkten zusammen: 

1.) Universitäts Bereich:
Uni Wien: Bereits seit 2014 ist eingetreten, was oben angesprochen wurde. Die beiden ersten Diagramme verdeutlichen die extremen Veränderungen in nur ca. 10 Jahren.  (Hier der zugehörige  LINK zur Uni Wien.)













(Wie hier gearbeitet wird, zeigen die Gesamt-Abschluss-Diagramme (siehe S.11 unten: zu lesen ist dort: Nur
4% Frauen
machen hier ein Doktorrat – im Vergleich zu 9% Männer! Allerdings: 4% von 2770 Frauen und 9%
von gerade 'mal 1216 Männern!!! 
– Spannend auch die Farbgebung der Diagramme: Orange für Frauen, für Männer Grau bis Dunkelgrau).
In den Jahren seither hat sich nichts Wesentliches an den Prozent-
Relationen geändert (Tendenz steigend). Allerdings: Seit 2018 werden Frauen- und Männer-Abschlüsse an der Uni Wien nicht mehr im
Gesamt-Vergleich ausgewiesen. (Siehe diesen 
LINK zur Uni Wien).  


     









                                                                                                         
                             















2.) Gymnasialer Bereich: 
Im Schnitt sind es heutzutage nur etwas mehr als 40% eines Abschluss-Jahrgangs Jungs, die Matura machen. (Zitat: „Die in Österreich beobachtbaren Geschlechterunterschiede mit erheblich höheren Reifeprüfungs-Quoten für Frauen als für Männer sind aus inter­nationaler Perspektive keineswegs ungewöhnlich.
 
















(aus: Statistik Austria; bildung_in_zahlen_201819__schluesselindikatoren_.pdf , S. 41)

3.) Schulpflicht-Bereich:
Frühe Schulabbrecher 1995 – 2020: Gab es vor 1995/96 unter den 18-24 Jährigen fast doppelt so viele weibliche (17,3%) „Frühe
 Schulabgänger“ wie männliche (9,9%), so haben sich seither die Verhältnisse umgekehrt und für junge Frauen deutlich gewandelt: nur noch 6,3% weibliche „frühe Schulabgänger“ zu 10,0% männliche. (Ebenso ist die Lage in Deutschland.) Was aus der Übersicht ablesbar wird: Die Rate weiblicher Schulabbrecher/innen sank auf ca. 1/3 des früheren Wertes. Jene, junger Männer, blieb über den hier ausgewiesenen Zeitraum von 25 Jahren – genau gleich. (Siehe diesen LINK zu Statistik Austria).
Erkenntnis: Förderung wirkt, da wo gefördert wird. Deshalb braucht es Sachlichkeit bezüglich der                         Evaluierung von Fördermaßnahmen und faire Förderanpassungen für alle Geschlechter.

4.) Sonderschul-Bereich:
„Geschlechter- spezifische Disparitäten spielen im Sonderschul-Bereich eine große Rolle. ... Diese ungleiche
Verteilung der Geschlechter im Sonderschulwesen von 2/3 Jungen und 1/3 Mädchen unter SchülerInnen mit
sonderpädagogischem Förderbedarf gibt es etwa auch in Deutschland (Schildmann 2008, S. 103). ... Höhere
Zuweisungsraten von männlichen Schülern zu Sonderschulen können jedoch kaum mit einem höheren
Auftreten von organischen Behinderungen oder niedrigerer Intelligenz begründet werden. Vielmehr dürften
häufiger diagnostizierte Verhaltensauffälligkeiten von Jungen zu höheren Überweisungsraten beitragen.
   

(M. Luciak: „Behinderung oder Benachteiligung? ...“) – An der Dimension dieser Daten hat sich seither
zahlenmäßig nichts Wesentliches geändert.

5.) Bildungspersonal:

In Österreich (2018/19): „Männer in Kiga 1,4%, Grundschule 7,4%, Pflichtschule 14,5 %, Hauptschule 27%, Gymnasien 34,6%.“ (Statistik Austria). In Deutschland (2018): „Männer in Kita 5%, Grundschule 11%,
Hauptschule 33%, Gymnasien 43%.
“ (DeStatis – Deutsches Statistisches Bundesamt)
  
       

Bildschirmfoto 2022-03-24 um 20.26.36.png
Bildschirmfoto 2022-03-22 um 18.32.42.png
Bildschirmfoto 2022-03-24 um 19.41.26.png
Bildschirmfoto 2022-03-24 um 19.43.47.png
Bildschirmfoto 2022-03-24 um 15.32.19.png

(Hochschulprognose 2017.pdf, S.21)  Das bedeutet: es beginnen 63,4% junge Frauen und nur 36,6% junge Männer in Ö ein Studium. In der Hochschulprognose 2020 findet sich darüber leider keine vergleichbare Aussage mehr.

Abschlüsse an öffentl. Unis: (ca. 12.500 zu 19.000) Männer 39% : Frauen 61% (aus: "Frauen / Männer in Österreich –  LINK 
Zahlen, Daten, Fakten 2020; Bundeskanzleramt

Maturanten_M & F_2.png
Maturanten_M & F_1.png

Gesamtgesehen (in Ö): Laut Statistik Austria „beginnen etwa 26,8%  mehr Frauen als Männer ein Studium.  

 
 

Wenn Du mehr zur aktuellen Gender-Entwicklung in der
Bildungssituation erfahren willst, 

hör / schau Dir diese zwei Text-Videos an. Und:
Lass Dich davon berühren. – Fakten-Checks gleich inbegriffen:


Audio-Video – Bildungs-Gap Teil 1:  










Audio-Video – Bildungs-Gap Teil 2: 










Oder besorg Dir dieses Buch:
Der Eisberg des Gender Gap“. 
Und lies die Kapitel zum Bildungs-Gap nach.

 
Thumbnail_Lesung_Education Gap.png


Positive Einschätzung & Einsicht

Eine Frage lautet:
Was kann eine fortschrittliche Gender-Politik
im Bereich fairer Bildungschancen leisten,

um (junge) Männer künftig nicht ins politische Abseits
zu verlieren, sondern sie zu motivieren, sich weiterhin
dem demokratischen Gesellschafts-Diskurs zu stellen?
 

Und: Was ist mit den jungen Frauen?

Das ist die andere große Frage:
Werden / wollen sie sich künftig wirklich verstärkt in den für sie scheinbar 'maßgeschneiderten Rollen' eines neoliberalistischen Wirtschaftsystems benutzen lassen?
    

Beim Finden der Lösung, gilt es pragmatisch vorzugehen und – sehenden Auges – faire Angebote zu machen.






Ansonsten ist zu befürchten, dass Männer wie Frauen, wieder zu rein traditionellen Rollen tendieren,
oder sich
gänzlich aus dem sozialen Diskurs verabschieden. 
DAS aber dient wohl keinem der Geschlechter!


– – –

Wir alle wissen: Nachhaltig faire Bildungschancen
sind ein Langzeit-Projekt. Aber es gilt, wach zu werden 
und zu beginnen! Damit
spätere Generationen 
die Früchte wahrer Geschlechtergerechtigkeit ernten können. (Deshalb auch unsere Kinderbild-LOGOs.) 

Ausgewogene Chancen in der Bildungs sind
unserer Ansicht nach DER entscheidende Aspekt
bezüglich realer Gender-Fairness
.
Denn da stehen jene Menschen im Mittelpunkt,
die künftig unser aller Entwicklung tragen werden. 

Thumbnail 2. Lesung Bildungs-Gap.png

   twogether wien!   
Es gibt nur EIN Boot!

(Die Menü-Seite "Fakten/Bücher/Presse" wird von uns
in der nächsten Zeit konsequent ergänzt und erweitert.
Solltet Du selbst interessantes Material
zur Verfügung stellen wollen, werden wir es
prüfen und gegebenenfalls verwenden.)

Danke! 

Wir freuen uns über Dein Interesse.
Sprich darüber auch mit anderen Menschen!

Feedback etc. an: info@twogether.wien